Post navigation

Bloggen: Wie Du Deine optimale Post-Frequenz finden kannst

Bloggen · · 3 Kommentare · Andreas Hecht

Wie oft du bloggen solltest – gerade Blog-Neulinge sind sich nicht sicher, und fragen sich, wie die optimale Post-Frequenz aussehen könnte. Oftmals bekommt man zu lesen, dass es idealerweise jeden Tag geschehen sollte. Doch ist das wirklich geschickt? Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen.

Zuerst einmal gibt es auch gute Argumente für das tägliche Bloggen. Du baust schnell Inhalte auf, die sich dann in den Suchergebnissen bei Google festsetzen. Das kann natürlich sehr vorteilhaft sein.

Ist ja auch logisch: je mehr Artikel Du veröffentlicht hast, desto größer werden die Chancen, viel Traffic über Google zu erhalten. Das kann ja nicht schlecht sein, oder? Nun, das kommt ganz drauf an und lässt sich nicht pauschal beantworten.

Wie oft Du bloggen solltest – auch täglich zu posten kann für dich funktionieren

Wie oft Du bloggen solltest? Die Antwort könnte dich überraschen.

Deine optimale Post-Frequenz könnte auch täglich zu bloggen heißen.

Täglich zu posten ist ein heißes Eisen. Auf der einen Seite kann es durchaus für dich funktionieren. Auf der anderen Seite existieren leider viele Blogger, die alles dafür geben, jeden Tag zu bloggen und trotzdem keine Resonanz auf ihre Arbeit erhalten.

Das kann ganz schön frustrierend sein. Allerdings zwingt dich niemand, jeden Tag zu bloggen. Es kann durchaus besser sein, nur zwei- bis dreimal wöchentlich zu bloggen.

Und doch kann es durchaus für einige Menschen lohnenswert seit, jeden Tag neue Artikel zu veröffentlichen. Denn einige Blogger funktionieren besser, wenn sie eine tägliche Routine abarbeiten. Würden diese Blogger nur noch dreimal in der Woche posten, würden sie bald ins Schleudern kommen und wohl nur noch einige Male im Monat schreiben.

Täglich bloggen – kommt auf deine Nische, dein Thema an

Es existieren durchaus Themen oder Nischen, die nur täglich funktionieren. Zum Beispiel News-Magazine. Ich habe eines zusammen mit einer Kollegin aufgebaut, innerhalb von nur wenigen Monaten hatten wir über 90.000 Zugriffe im Monat auf der Website. Jeden Tag gingen ein bis zwei Artikel raus. Unsere Facebook-Seite wuchs schneller, als wir zuschauen konnten.

Als wir nicht mehr die Zeit hatten, die Democratic Post täglich zu versorgen, gingen die Besucherzahlen rasant herunter. Einige Zeit probierten wir es mit zwei Artikel in der Woche, doch das funktionierte einfach nicht. News-Magazine müssen täglich versorgt werden, sonst sterben sie.

Wie ich bereits schrieb, gibt es auch SEO-Vorteile bei täglicher Veröffentlichung. Viele Artikel in den Google-Suchergebnissen bringen einigen Besucherverkehr. Allerdings bringt ein einzelner Artikel, der durch die Decke geht, wesentlich mehr Traffic als zehn normale Beiträge. Dieser Traffic kommt dann über Facebook, und nicht über Google.

Du willst täglich bloggen? Dann gehe so vor

  • Schreibe deine Beiträge kurz und auf den Punkt. Streiche unnötiges.
  • Plane stets im Voraus, veröffentliche keinesfalls minderwertige Inhalte
  • Variiere den Typ deiner Artikel. Versuche auch Video-Posts oder Bild-lastige Beiträge zu schreiben
  • Wende Strategien für mehr Effektivität an.

Warum ein, zwei oder drei Beiträge wöchentlich besser sein könnten

Wie oft Du bloggen solltest?

Nur zwei oder drei Artikel pro Woche zu schreiben könnte die Qualität deines Blogs steigern.

In den letzten Jahren gab es eine grundlegende Änderung in der professionellen Blogger-Welt. Immer mehr sehr erfolgreiche Profi-Blogger trennen sich von der ehemaligen Ansicht, jeden Tag posten zu müssen. Auch die Top-Blogs (über das Bloggen) veröffentlichen nicht mehr täglich.

Heute weiß man, das man nicht mehr täglich bloggen muss, um wirklich erfolgreich zu werden und es zu bleiben. Vor fünf Jahren zum Beispiel gab es noch nicht so viele »Pro-Blogs«, die User haben den Content aufgesogen wie ein Schwamm.

Heute jedoch gibt es so viel Auswahl, eine Tonne von Blogs, zwischen denen der User wählen muss. Die Leser erleiden den Informations-Burnout und kapitulieren vor der schieren Masse der Informationen. Es gibt einfach viel zu viel Auswahl.

Der berühmte Blogger Darren Rowse fragte zum Beispiel seine User, warum so viele von ihnen sich vom Newsfeed abmeldeten. Die Antwort der Leser war sehr interessant, denn sie meldeten sich wegen der zu hohen Post-Frequenz des Blogs ab.

I once surveyed readers here on ProBlogger about the reasons they unsubscribed from RSS feeds, and the number one answer was “posting too much.” Respondents expressed that they developed “burnout” and would unsubscribe if a blog became too “noisy.” —Darren Rowse

Es wurde einfach zu viel veröffentlicht. Zudem sagten die Befragten, dass sie eine Art »Burnout« entwickeln würden und sich von jedem Blog abmeldeten, der zu »laut« wird – also zu oft veröffentlicht.

Mir ergeht es ebenfalls so, denn ich mag keine Blogs, die täglich veröffentlichen. Ich habe auch keinen Newsletter eines bekannten News-Magazins. Dieser Informations-Overkill ist nichts für mich, er belastet mich.

Ich liebe Blogs, die einen bis maximal drei Artikeln pro Woche veröffentlichen. Und ich habe nur Newsletter abonniert, die mich höchstens einmal pro Woche mit Informationen versorgen.

Der Vorteil für deine User, wenn du nur zwei Mal die Woche bloggst

Nur zwei Mal in der Woche bloggen zu müssen (dürfen, können) hat eine Menge Vorteile. Wenn du diese Vorteile für dich nutzt, wirst du schnell einen »Tribe« – eine Art Fanclub – aufbauen können.

Viele Leser ziehen es vor, nur Blogs zu nutzen, die lediglich zwei- bis dreimal die Woche posten. Das hat gute Gründe. Wenn deine Post-Frequenz sinkt, kannst du die freie Zeit in deine Artikel investieren. Denn die Menschen lieben Blogger, die etwas zu sagen haben.

Veröffentliche lieber wenig, gehe dafür bei deinen Artikeln in die Tiefe, arbeite deine Beiträge richtig und umfassend aus. Habe etwas zu sagen, biete rundum nützliche Informationen. Informiere dich über die Probleme deiner Leser (Tipp: Nutze Gutefrage.net dafür) und schreibe dann die Lösung dieser Probleme. Das macht aus deinem »normalen« Blog einen Experten-Blog.

Schaue dir einfach mal andere, sehr erfolgreiche Blogs an, und prüfe, wie oft diese Blogs neue Artikel veröffentlichen und wie sehr diese Artikel in die Tiefe gehen. Wahrscheinlich wird es dir dann so wie mir gehen.

Überraschend: Ein Experten-Blog postet nicht so oft, weil:

Eine Post-Frequenz von ein- bis zweimal die Woche verschafft dir die Zeit und Möglichkeit, in die Tiefe gehende, gut recherchierte und mit Bedacht strukturierte Beiträge zu erstellen. Diese Beiträge werden vielleicht nicht sofort, doch mit der Zeit, mit wesentlich mehr Likes und Shares bedacht und bekommen auch mehr Kommentare.

Du willst nur zwei Mal in der Woche posten? Hier sind einige Tipps:

  • Finde heraus, welcher Inhalt, welche Artikel deine erfolgreichsten Inhalte sind. Versuche nun jeden Inhalt so erfolgreich zu gestalten.
  • Experimentiere mit längeren Beiträgen – über 1.000 Wörtern pro Beitrag
  • Fokussiere dich auf »Evergreen Content«, der auch nach Jahren noch aktuell ist.
  • Bearbeite stets deine alten, erfolgreichen Inhalte und halte sie aktuell

Finde die perfekte Blogging-Routine für dich

Blogger haben unterschiedliche Fähigkeiten und Einschränkungen. Ja, auch unterschiedliche Persönlichkeiten. Zeit, Energie, Lust, alle diese Faktoren treffen auf jeden Menschen anders zu. Wir sind alles Individuen.

Daher orientiere dich nicht an anderen Bloggern und versuche nicht, deren Blogging-Routine zu übernehmen. Das wird nicht funktionieren und macht dich unzufrieden. Versuche nie, mit anderen „mitzuhalten“. Finde dich selbst, entwickle deine eigene Blogging-Routine. Nur mit ihr wirst du glücklich.

Die Hauptsache ist, dass dein Blog als professionell wahrgenommen wird. Dein Blog erweckt einen professionellen Eindruck, wenn du regelmäßig postest. Nur auf die Regelmäßigkeit kommt es an. Auch ein Beitrag pro Woche ist regelmäßig.

Deine perfekte Blogging-Routine könnte zum Beispiel ein Artikel pro Woche sein. Natürlich kann es auch ein Artikel pro Tag sein. Du könntest schreiben, wenn du dich inspiriert fühlst, oder nach einem festgelegten Zeitplan, einem Redaktionsplan.

Mit guter Planung und einem Redaktionsplan kannst du zum Beispiel auch unterschiedlich thematische Inhalte an bestimmten Tagen der Woche, oder einen Monat im Voraus im Blick haben.

Leider gibt es kein Allheilmittel, kein allgemein gültiges Rezept, wie du deine Blogging-Routine entwickeln kannst. Da hilft nur testen, testen und testen. Solltest du nach einigen Wochen feststellen, dass du dich ausgebrannt fühlst, ändere sofort deine Routine. Sie fängt dann an, dich langsam krank zu machen.

Mach dir keine Sorgen um die Leser. Die verkraften es schon, wenn du deine Blog-Frequenz änderst. Da wird sich niemand beschweren.

Wenn du mit deiner Blogging-Routine experimentieren möchtest:

  • Versuche nicht zu viel auf einmal zu ändern. Mache vielleicht erstmal aus fünf Beiträgen drei pro Woche.
  • Starte eine Umfrage, um herauszufinden, ob deine Leser mehr oder weniger Beiträge haben möchten.
  • Das Bloggen sollte vor allem Spaß und definitiv keine lästige Pflicht sein. Fühlst du dich nicht mit deiner Routine wohl, fühlen sich auch deine Leser nicht wohl.

Experimentiere solange mit deiner Blogging-Routine, bis du dich damit wohl fühlst. Nur dann kannst du wirklich gute Artikel schreiben, die auch deine Leser begeistern werden. Denn wenn es für dich funktioniert, funktioniert es auch für deine Leser.

Wie hältst du es mit der Post-Frequenz? Schreibe es mir gerne in die Kommentare.

Abonniere meinen Newsletter

Melde Dich für meinen Newsletter "WordPress & Bloggen" an und verpasse keinen Artikel. Als Dankeschön bekommst Du Gratis meine nützliche Checkliste:
»12 Dinge, die Du vor einem Theme-Wechsel beachten solltest«.

ist WordPress-Entwickler und bietet dir WordPress-Sicherheit für deine Website. Zudem entwickelt er WooCommerce Shops mit Ladezeiten von unter einer Sekunde. Er ist ebenfalls Autor von drei richtig guten WordPress E-Books.